So sieht eine Kollision mit W-Boson im CMS-Detektor aus: das W-Boson zerfällt in ein Myon (rote Linie) und ein Neutrino, das dem Nachweis entgeht (rosa Pfeil). (Bild: CMS/CERN)
Vor einer Weile haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des CMS-Experiments am CERN – unter Verwendung einer von DESY entwickelten Methode – die bislang präziseste Messung der Masse des W-Bosons vorgestellt. Jetzt können sie stolz verkünden, dass diese hochpräzise Messung heute in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurde.
„Der Wert von 80360,2 ± 9,9 MeV, der am LHC mit beispielloser Präzision gemessen wurde, stimmt mit dem Standardmodell überein und verschiebt die Grenze der Präzision auf die nächste Stufe. Damit verbessert sich unser Verständnis der elektroschwachen Wechselwirkungen und wir setzen einen neuen Maßstab für zukünftige Messungen“, erklärt die DESY-Wissenschaftlerin Katerina Lipka, deren Team an der Messung beteiligt war.
Nur wenn man die Masse des W-Bosons sehr genau kennt, kann man überprüfen, ob die existierenden theoretischen Vorhersagen zutreffen. Und falls dies nicht der Fall ist, hilft es den Forschenden, Abweichungen schnell und zuverlässig zu erkennen. Experimentelle und theoretische DESY-Teilchenphysiker:innen aus Experiment und Theorie haben bei dieser anspruchsvollen Analyse eine wichtige Rolle gespielt.
Hier gibt es weitere Informationen über die Rolle des W-Bosons und den Beitrag von DESY zu diesem internationalen Projekt:
News-Story von DESY (September 2024)
Pressemeldung des CERN (englisch)
Originalveröffentlichung:
The CMS Collaboration. High-precision measurement of the W boson mass with the CMS experiment. Nature 652, 321–327 (2026). DOI: 10.1038/s41586-026-10168-5